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  • AutorenbildVerena Köfler

Wasser ist (Über)Leben

Aktualisiert: 21. März

GEDANKEN ZUM WELTWASSERTAG


Am 22. März ist Weltwassertag. Wer davon noch nie etwas gehört hat – mir ging es bis vorhin genauso. Was eigentlich sehr schade ist, denn es ist ein wichtiges Thema und daher Anlass genug für einen neuen Blog-Eintrag.


Am 22. März ist übrigens auch „Wir lieben Brokkoli-Tag“ und „Tag des Faulenzens in den USA. Nur ein Tag später wäre der Tag der „süßen Katzenbabies“ und der „süßen Hundewelpen“. Durchaus auch spannende Themen. Dennoch: Ich bleibe beim Wasser.


In Österreich ist Wasser ja auch omnipräsent. Ich bin am Rhein aufgewachsen, habe an der Donau studiert und später am Inn gewohnt. Und trotzdem war Wasser für mich nie ein Thema: Es war ja da. Immer, zuverlässig, sauber und ausreichend. Wasser ist in Österreich vordergründig vor allem dann ein Problem, wenn es zu viel wird und als Hochwasser unsere Keller flutet; oder wenn im Winter zu wenig davon in Form von Schnee auf den touristisch so wichtigen Skipisten landet.


Sauberes Trinkwasser ist ein wertvolles Gut

Doch wir leben auf einer Insel der Seligen – im wahrsten Sinn des Wortes. Österreich erreicht in punkto (Trink-) Wasserqualität Höchstwerte. Viele Menschen wären schon froh, wenn das Wasser in ihrem Land überhaupt irgendwie trinkbar wäre: In rund 180 Ländern der Welt ist das nämlich nicht der Fall. Und in vielen Ländern gibt es überhaupt zu wenig Wasser. Noch immer habe ich die Bilder von meinem Äthiopien-Aufenthalt vor 15 Jahren im Kopf, von Frauen, die in großen, schweren Kanistern Wasser holen, kilometerweit; von Kindern, die uns Touristen mit leeren Wasserflaschen zuwinken, sie betteln um Wasser statt Geld.


Kind in Afrika mit Wasserflasche

Ein paar Zahlen: Mehr als 2 Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu einer sicheren Wasserversorgung. In Äthiopien z.B. betrifft es ca. die Hälfte der Bevölkerung.  Rund 3,5 Milliarden Menschen weltweit haben keine sicheren sanitären Anlagen zuhause. Hunderte Millionen Kinder in Afrika sind von Wasserknappheit und dadurch Krankheiten und Not betroffen.


Frau in Uganda holt Wasser in Kanistern

Außerhalb unseres kleinen Paradieses herrscht eine Wasser- und Hygienekrise, verursacht durch Klimawandel, Kriege und menschliche Eingriffe in die Natur. Eine Krise, die geographisch und demographisch sehr ungerecht verteilt ist. Denn nicht nur betrifft es die Länder im Süden mehr als die im Norden: Auch hat es für Frauen und Kinder in diesen Ländern massivere Auswirkungen. Es sind häufig die Mädchen, die Wasser holen müssen – wodurch ihnen wiederum Zeit für Schule und Bildung fehlt. Ohne Wasser und somit ohne ausreichende Hygiene sind sichere Geburten nicht möglich, eine Gefahr für Mütter und Kinder.


Wasser ist Leben. Für Milliarden von Menschen ist es ein täglicher Kampf ums Überleben. Wenn in rund zwei Monaten wieder die Badesaison beginnt und wir uns über zu kaltes Wasser, schließende Schwimmbäder oder sonstige Unannehmlichkeiten beschweren – vielleicht denken wir ein wenig daran.



Quellen: www.unicef.de; www.wasseraktiv.at; Wikipedia

Fotos: Adobe Stock

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